Donnerstag, 13. Dezember 2018

Die Zeit von 1951 bis 1960

Am 03.02.1951 tritt der Wehrführer Oberbrandmeister Niehuisen von seinem Amt zurück. die Wehr wählte den mittlerweile 65-jährigen Hauptmann Rieke Oldewurtel, der 1921 bis 1934 schon einmal erster Mann der Feuerwehr war, erneut zum Wehrführer
    

Gemeindebrandmeister Rieke Oldewurtel, 2. Amtszeit von 1951 bis 1956





Am 30.09.1951 nachmittags lief zum ersten Mal die Sirene im Ernstfall. Es brannte das Haus Göken infolge Brandstiftung. Zu dieser Zeit erhielt Brandmeister Oldewurtel einen Telefonanschluß. 1953 wurde erstmals nach dem Krieg ein Zugführer, der spätere Wehrführer Wilhelm Börchers gewählt. Sein Stellvertreter wurde Hinrich Schürmann.

Auf Anregung des Gemeindedirektors Wachtendorf wurde eine Schnelligkeitsgruppe gebildet. Diese holte im Kreiswettkampf in Georgsheil hinter Middels den zweiten Platz. Am 28.04.1953 erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze des Fabrikates Metz mit VW-Viertaktmotor. Die alte Zweitaktspritze war nicht mehr funktionstüchtig, da sie durch die schweren Einsätze während des Krieges in Mitleidenschaft gezogen wurde. Beim Kreisfeuerwehrtag in Haxtum 1954 wurde die Schnelligkeitsgruppe Sandhorst erster in der Klasse LF8 ungenormt.

Gemeindebrandmeister Wilhelm Börchers Wehrführer von 1956 bis 1970





Auf der Generalversammlung am 07.04.1956 stellte sich der mittlerweile 71-jährige Hauptmann Oldewurtel aus Altersgründen nicht mehr einer Wiederwahl. Oldewurtel wurde sofort zum Ehrenbrandmeister ernannt. Als Nachfolger wurde einstimmig Wilhelm Börchers gewählt.

Die Kaserne, die seinerzeit noch auf dem Gebiet der Gemeinde Sandhorst lag, war neben dem Krankenhaus einer der Hauptgefahrenpunkte in Sandhorst. Um dem Brandschutz sicherstellen zu können, wurde zunächst entschieden, daß die Freiwillige Feuerwehr Aurich, die als erste Feuerwehr im Landkreis Aurich seit 1953 über ein Tanklöschfahrzeug verfügte, mit alarmiert werden sollte. Die Gemeinde verpflichtete sich jedoch in nächster Zeit ein Tanklöschfahrzeug anzuschaffen.
    


Am 02.04.1960 war es soweit. Der Wehr wurde vom Bürgermeister Homeyer und Gemeindedirektor Th. Wachtendorf ein TLF 8 übergeben. Es war ein Borgward mit Aufbau von Arve&Sohn, Springe. Die Pumpe leistete 800 Liter pro Minute bei einem Druck von acht bar. Mitgeführt wurden 1700 Liter. Sandhorst war somit die zweite Feuerwehr, die über ein Tanklöschfahrzeug im Landkreis verfügte. Die Feuerwehr wurde deshalb oftmals überörtlich eingesetzt.

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