Montag, 20. August 2018

Kesselwagenfortbildung für Sandhorster Feuerwehrleute

Ortsbürgermeister Eckhard Hattensaur, stellv. Brandschutzabschnittsleiter Karl Töpfer, Ingo Haase, Stadtbrandmeister Heinz Hollwedel, Heiko Kostermann, Aurichs stellv. Bürgermeister Gerhard Harms, Jann Gerdes, Harald Harms, Ingo Cremer, Michael Janssen, dahinter Ortsbrandmeister Günter Wilts , Dennis Hockmann, Günter Füst, Henry Hollwedel, Enno Freese und Klaus-Gerhard Freimuth.Die auf Unfälle mit gefährlichen Stoffen spezialisierten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Sandhorst haben sich vor Kurzem im Rahmen einer Sonderausbildung für Gefahrgutunfälle auf dem Schienenweg weitergebildet.

Am Leeraner Bahnhof stand hierzu der Ausbildungszug Gefahrgut der Deutschen Bahn zur Verfügung, an dem Feuerwehrleute von erfahrenen  Fachleuten der Deutschen Bahn in die Technik von Kesselwagen und deren Bedienung eingewiesen werden.Dieser wird bundesweit eingesetzt und ist nur etwa alle fünf bis zehn Jahre im ostfriesischem Raum verfügbar.

Zu Beginn der Ausbildung gab es in einem eigens für Schulungen umgebauten Bahnwaggon eine theoretische Einweisung in die Grundlagen des Gefahrguttransportes mit der Bahn und spektakuläre Videos von Bahnunfällen aus den vergangenen Jahrzehnten.

Im Anschluss wurden die Feuerwehrleute an einem modifizierten Kesselwagen, an dem alle verfügbaren Ventile und Öffnungen angebracht waren, in die Funktion und die möglichen Schadensursachen eingewiesen und durch hilfreiche Tipps zur Schadensabwehr geschult. Zudem war der Kesselwagen von innen begehbar, so dass den Feuerwehrleuten auch der innere Aufbau und die verdeckten Konstruktionsteile eines solchen Bahnwaggons anhand von Detailmodellen erläutert werden konnten.

Zuletzt galt es an einem Kesselwagen mit vorbereiteten Schadstellen das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Hierzu wurden mehrere komplizierte Leckagen an unterschiedlichsten Stellen mit hohem Schwierigkeitsgrad durch ausströmendes Wasser simuliert. Die Wehrleute haben dazu mit den eigenen Gerätschaften, die auch im Einsatzfall auf dem in Sandhorst stationierten Gerätewagen Gefahrgut des Landkreises Aurich zur Verfügung stehen, eingesetzt und das bereits vorhandene Wissen durch weitere wertvolle Erkenntnisse für das Abdichten von Leckagen an Kesselwagen erweitern können. Auf die im Einsatzfall erforderliche Schutzkleidung wurde im Rahmen dieser Ausbildung verzichtet.

Neben dem allgemeinen Dienstbetrieb der Ortsfeuerwehr Sandhorst werden diese Sonderausbildungen zusätzlich durchgeführt, wodurch die Sandhorster Wehrleute immer auf einem aktuellen Ausbildungsstand sind und somit komplizierte Schadenslagen im Bereich von Bahnunfälllen zuverlässig abarbeiten können.

Jedes Jahr werden auf dem Schienenweg bundesweit etwa 63 Mio. Tonnen gefährlicher Güter transportiert. Ein einzelner Kesselwagen kann dabei mit bis zu 60 Tonnen gefährlichen flüssigen oder gasförmigen Gefahrstoffen beladen sein.

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