Sonntag, 21. Oktober 2018

Umfangreiche Weiterbildung bei Sandhorster Ortswehr

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Die Sandhorster Ortsfeuerwehr hat sich an mehreren Tagen im Aufgabengebiet der technischen Hilfeleistung umfangreich weitergebildet. Mit dem in Sandhorst stationierten Rüstwagen des Landkreises Aurich werden die Sandhorster Feuerwehrleute bei allen Einsätzen im Bereich der schweren technischen Hilfeleistung im Brandschutzabschnitt Süd eingesetzt, der das gesamte Auricher Stadtgebiet und den südlichen Landkreis Aurich, bestehend aus den Gemeinden Großefehn, Ihlow und Südbrookmerland, umfasst.

Begonnen hat die Ausbildung mit einem Praxistag, bei dem an einem ganzen Samstag eine intensive Stationsausbildung mit unterschiedlichen Schwerpunkten stattgefunden hat. Zunächst wurden auf dem Gelände des Feuerwehrhauses mehrere Möglichkeiten zum Trennen von Werkstoffen geschult. Hierbei wurden u.a. ein Plasmaschneider, eine Rettungssäge, die Twinsaw und ein Schneidbrenner eingesetzt. Parallel wurde in einer zweiten Gruppe der Umgang mit Stromerzeugern und unterschiedliche Methoden zum Ausleuchten einer Einsatzstelle mit Powermoons oder Halogenscheinwerfern behandelt.

Anschließend galt es auf dem Firmengelände von Kerker Betonbau schwere Lasten zu heben und zu bewegen. Ein mit Bauschutt beladener Container war das ca. 4 Tonnen schwere Übungsobjekt, welches mit hydraulischen Stempeln und pneumatischen Hebekissen angehoben und anschließend mit einem Mehrzweckzug und Seilwinden über eine Strecke von mehreren Metern bewegt werden musste. Gleichzeitig wurde in weiteren Stationen das richtige Vorgehen mit hydraulischen Rettungsgeräten wie Schere und Spreizer sowie hydraulischen Stempeln bei schweren Verkehrsunfällen mit PKW trainiert und das Stabilisieren umgekippter Fahrzeuge mit dem Stab-Fast-System durchgeführt.

Auf den Praxistag aufbauend, wurde an einem weiteren Samstag eine Sonderausbildung mit dem Thema Busunfall durchgeführt. Zunächst wurde im Lehrsaal des Feuerwehrhauses ein kurzer Theorieteil durchgeführt, bei dem mögliche Rettungstechniken an verunfallten Bussen dargestellt wurden. Anschließend hatten die Feuerwehrleute die Möglichkeit einen ausgemusterten Gelenkbus des Unternehmens Janssen Reisen zu zerlegen. Hierbei wurde erst der Bus stabilisiert und anschließend unterschiedlichste Gerätschaften verwendet um Rettungsöffnungen in Dach und Seite des Fahrzeugs zu schaffen. Parallel wurde die Befreiung des Busfahrers mittels hydraulischem Rettungsgerät geübt. Dadurch konnten wichtige Erkenntnisse für die Anwendung im Einsatzfall gewonnen werden. Neben der Sandhorster Ortswehr haben hieran auch einige Kameraden von der Feuerwehr Ihlow teilgenommen.

Als Abschluss der umfangreichen Weiterbildung wurde die erste Abschlussübung im Rahmen des regulären Übungsdienstes der Sandhorster Ortswehr durchgeführt.  Die von Harald Willms ausgearbeitete Übung war aus dem Bereich Tiefenrettung und sah vor das es bei Bauarbeiten an einer Gasleitung in einer unverbauten Baugrube plötzlich eine Rauchentwicklung an einem Bagger gab. Der Baggerfahrer riss daraufhin die Baggerschaufel unkontrolliert herum, so dass die Gasleitung dabei abgerissen und ein Bauarbeiter in der Baugrube von der Baggerschaufel getroffen wurde und bewusstlos zusammenbrach. Neben der Personenrettung galt es u.a. den Bagger abzulöschen und die Baugrube abzustützen. Aufgrund des Gasaustritts mussten alle Maßnahmen unter Atemschutz erfolgen. Nach etwa einer Stunde konnte die Übung erfolgreich beendet werden.

 

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