Montag, 20. August 2018

Atemschutzfortbildung und Einsatzübung in Blücherkaserne

kIMG 2047 Vor kurzem fand die dritte und somit letzte Einsatzübung der Ortsfeuerwehr Sandhorst in diesem Jahr statt.

Aus gegebenem Anlass wurde als Übungsobjekt ganz bewusst das Gelände der ehemaligen Blücherkaserne gewählt, weil hier demnächst in mehreren Gebäuden eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge in Betrieb gehen soll und die Ortsfeuerwehr Sandhorst auf dem gesamten Gelände für den abwehrenden Brandschutz zuständig ist.

Für die Übung haben sich die Organisatoren das ehemalige Divisionsgebäude ausgesucht, in dem zukünftig etwa 600 Personen untergebracht werden sollen.

Das Übungsszenario sah vor, dass in einem Bereich des ca. 250 m langen Gebäudekomplexes ein Feuer in einem Kellerraum ausgebrochen war und im rauchfreien Erd- und Obergeschoss noch einige Personen vermisst wurden.


Die Ortsfeuerwehr Sandhorst war hierzu mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften ausgerückt. Während mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung im Kellergeschoss eingesetzt wurden, durchsuchten weitere Feuerwehrleute das Erd- und Obergeschoss nach vermissten Personen. Als diese teilweise verletzt und nicht ansprechbar gefunden wurden, mussten sie aus dem Gebäude gerettet werden.
Außerhalb des Gebäudes wurde in der Zwischenzeit die Einsatzstelle ausgeleuchtet und ein Außenangriff über Wasserwerfer und Strahlrohre vorbereitet und durchgeführt. Hierzu musste zudem eine Wasserversorgung über eine Stecke von mehr als 100 m zu den Überflurhydranten auf dem Gelände hergestellt werden. Die Koordinierung der Einsatzkräfte erfolgte unterdessen über den Einsatzleitwagen.
Nachdem der fiktive Kellerbrand gelöscht war, wurden die Räume mit einem Überdrucklüfter rauchfrei gemacht.

Beobachtet wurde die Übung von Stadtbrandmeister Heinz Hollwedel, Mitgliedern der Johanniter Unfallhilfe sowie Vertretern der Polizei Aurich.

Bei einer weiteren Übung im Rahmen einer internen Atemschutzausbildung der Sandhorster Ortswehr wurde das Absuchen von Räumlichkeiten unter erschwerten Bedingungen im ehemaligen Divisionsgebäude geübt. Hierzu wurde angenommen, dass ein Feuer ausgebrochen und zwei Abschnintte im Gebäude völlig verraucht waren, so dass mehrere Trupps unter Atemschutz zur Personensuche eingesetzt werden mussten. Insgesamt sind von den Feuerwehrleuten 30 Zimmer abgesucht und vier Personen, darunter ein Säugling, sowie ein Hund gerettet worden.

Aus den Übungen konnten wichtige Erkenntnisse zum Vorgehen im Gebäude und für den Aufbau einer Wasserversorgung erlangt werden, die für einen eventuellen Einsatz auf dem Gelände nützlich sein können.
In einer Nachbesprechung zu den Übungen sagte Gerd Freimuth, Teamleiter Rettung und Sicherheit in der Notunterkunft Aurich: „Wir freuen uns, dass sich die Feuerwehr Sandhorst intensiv auf die Lage in der Einrichtung vorbereitet. Hoffentlich wird es niemals notwendig sein, aber es ist gut zu wissen, dass im Notfall schnell reagiert werden kann“.

Die Bilder sind während der Atemschutzausbildung entstanden.

 

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