Montag, 28. Mai 2018

Jahreshauptversammlung 2016

jhv20161 Am Freitagabend fand im „Sandhorster Krug“ die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Sandhorst statt, bei der Ortsbrandmeister Günter Wilts einen bis auf den letzten Platz gefüllten Versammlungsraum blicken konnte.

Aus seinem Jahresbericht ging hervor, dass die Feuerwehr Sandhorst personell sehr gut aufgestellt ist. Insgesamt gehören der Wehr 70 Einsatzkräfte, 16 Jugendfeuerwehrleute, 15 Alterskameraden und 55 fördernde Mitglieder an.
Im vergangenen Jahr nahmen 21 Mitglieder der Einsatzabteilung an elf Lehrgängen auf Kreisebene und zehn Lehrgängen an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz teil.

An 42 Dienstabenden wurde Aus- und Fortbildung betrieben. Hinzu kamen Sonderdienste im Bereich der technischen Hilfeleistung und des Atemschutzes. An einem Praxistag hatten die Einsatzkräfte die Möglichkeit, einen kompletten Omnibus zu zerlegen, um die Unfallrettung an einem solchen Personentransportfahrzeug intensiv zu trainieren. In einer Sportgruppe halten sich die aktiven Wehrleute körperlich fit.


Mussten im Jahr 2014 ein halbes hundert Einsätze gefahren werden, hat sich diese Zahl in 2015 nahezu verdoppelt. 99 Mal musste man zu Einsätzen ausrücken. In 55 Fällen lagen die Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung, 44 Einsätze lagen im Bereich des abwehrenden und vorbeugenden Brandschutzes. Kurz vor dem Jahresende kam es am Südeweg zum Großbrand eines im Umbau befindlichen Anwesens, das größte Feuer, mit dem die Sandhorster im vergangenen Jahr konfrontiert wurden.
Die Reaktivierung der Auricher Blücherkaserne als Flüchtlingsunterkunft stellte an die Sandhorster Einsatzabteilung neue Anforderungen, gehört diese doch zum Ausrückbereich der Wehr. Nachdem das Gelände einige Jahre nicht genutzt worden war, musste überprüft werden, ab die Löschwasserversorgung noch funktioniert. Auch waren entsprechende Einsatzplanungen und Übungen erforderlich.
Auch bei der Erstbelegung der Kaserne mit Flüchtlingen packten die Wehrleute, gemeinsam mit Angehörigen weiterer Ortswehren, mit an. So wurde zum Beispiel eine Rampe gebaut, da unter den Flüchtlingen auch Rollstuhlfahrer waren. Auch mussten spontan noch einige Installationsarbeiten vorgenommen werden, die Dank zur Verfügung stehender entsprechender Handwerker in der Wehr problemlos bewältigt werden konnten.
Den Fuhrpark der Wehr bezeichnete Wilts als schlagkräftig und modern. Lediglich beim in Sandhorst stationierten Gerätewagen Gefahrgut, ein Fahrzeug des Landkreises Aurich, müsse man allmählich über eine Ersatzbeschaffung nachdenken und in die Planung eintreten, da das vorhandene Fahrzeug mittlerweile 24 Jahre alt und somit „in die Jahre“ gekommen ist.
Besonders stolz ist man auf ein historisches Fahrzeug, ein Leichtes Löschgruppenfahrzeug (LLG) auf Mercedes-Fahrgestell aus dem Jahr 1943. Dieses Fahrzeug wurde von einigen Mitgliedern restauriert und konnte mittlerweile wieder für den Straßenverkehr zugelassen werden. Es wird in absehbarer Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt.
Jugendwart Holger Janßen berichtete über die Tätigkeiten der Nachwuchsabteilung im letzten Jahr. Die Mitglieder veranstalteten 52 Stunden mit feuerwehrtechnischer Ausbildung und über 40 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Neben vielen anderen Aktivitäten besuchte man auch die Kooperative Regionalleitstelle in Wittmund. Gemeinsam mit der Firma Enercon baute man Nistkästen für Vögel, diese wurden auf dem Enercon-Gelände in Schirum aufgehängt.
Stadtbrandmeister Heinz Hollwedel konnte dann Jannik Dohn, Andre Frieden, Alexander Mäken und Tarek Sneider zu Feuerwehrmännern ernennen. Anschließend führte er dann folgende Beförderungen durch: Shawn Schmidt wurde Oberfeuerwehrmann, Christian Heyen Hauptfeuerwehrmann, Enno Freese Löschmeister, Rolf Ubben Oberlöschmeister, Jann Gerdes Hauptlöschmeister und Ingo Haase ist jetzt Erster Hauptlöschmeister.
Gleich vier Angehörige aus der Einsatzabteilung musste Ortsbrandmeister Wilts in die Altersabteilung überführen, da sie die gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze erreicht haben. Gerhard Harms, Gerhard Poppen, Manfred Freese und Manfred Gerdes gehören nun der Seniorenabteilung als jüngste Mitglieder an.
Auch zwei Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Nachdem Ortsbrandmeister Wilts die jeweilige Laudation gehalten hatte, konnte Karl Töpfer, stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter Aurich-Süd, die Ehrungen vornehmen. Heye Janssen gehört der Feuerwehr seit 50 Jahren an und Matthias Berlin hat sich seit 25 Jahren der Feuerwehr verpflichtet.
Grußworte richteten Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst, Ortsbürgermeister Eckhard Hattensaur, der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Karl Töpfer, Stadtbrandmeister Heinz Hollwedel und Hartmut Veith als Angehöriger der Bundeswehrfeuerwehr im Munitionslager Dietrichsfeld in den Ansprachen der Gäste an die Anwesenden.

 Geschrieben von Sammy: http://www.kfv-aurich-ev.de

Drucken E-Mail