Sonntag, 21. Oktober 2018

Die dreißiger Jahre

Die dreißiger Jahre

1930 war das Hauptereignis die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandfestes am 01.Juni. Hier fanden auch Übungen nach dem neuen "Reglement" durch; hier erhielt die Feuerwehr Sandhorst von der Prüfungskommision als Gesamturteil ein sehr gut.

Im Jahr 1931 erhielt Rieke Oldewurtel als Hauptmann der Wehr das Verdienstkreuz II. Klasse für das Feuerlöschwesen des Preußischen Minister des Innern. Im Jahr 1934 gibt es gravierende Änderungen. Die Feuerwehren erhalten Polizeigewalt.
 
Das Eintrittsalter wird von 21 auf 18 Jahren herabgesetzt, und es wird der Wehr verboten ohne Genehmigung des Gemeindevorstehers die Gemeinde zu verlassen. Dass der Hauptmann damals nicht mehr die alleinige Führung der Wehr innehatte, sieht man daran, dass anlässlich einer Übung am 04.09.1934 Exerzierübungen vor dem Regierungsinspektor Becker abgeleistet werden müssen. Dieser Inspektor setzte nach der Übung dem Hauptmann Oldewurtel ab. Als neuer Hauptmann wurde Johann Holstein eingesetzt.

Foto: Hauptmann Johann Holstein, Wehrführer von 1934 bis 1945


Es gab ab diesem Zeitpunkt bei der Feuerwehr keine Wahlen mehr, die Einfluß auf die Feuerwehrführung hatten. 1934 müssen überall in Deutschland Feuerwehren aufgestellt werden. Aus diesem Grund wurde am 22.03.1934 ein Löschverband Sandhorst-Tannenhausen-Georgsfeld unter der Führung von Brandmeister Holstein gegründet. Insgesamt besteht der Verband aus 69 Mann. Der Gerätebestand der Wehr wird erweitert um Führermütze, Stahlhelme und Seitengewehr mit Portepee. Brandmeister Holstein hat nun vorschriftsmäßig mit Säbel zum Dienst zu erscheinen. Das 25-jährige Jubiläum wird 1935 gefeiert. 1936 erhält die Wehr neue Uniformen.

Drucken E-Mail